Berichte 2011
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Ostermarkt 2. und 3. April 2011
Erbenheimer Anzeiger:

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FESTAKT in Bierstadt zu "20 Jahre Partnerschaft Bierstadt -Terrasson"
und Freundschaftspakt mit Theux
Samstag, 4. Juni 2011, 16.00 Uhr Gemeinschaftshaus

Ansprache von Dieter Atzert
20 Jahre Partnerschaft mit Terrasson
Es ist jetzt genau 21 Jahre her, dass eine Delegation aus Terrasson, angeführt von Michel Pensivy, dem Ortsbeirat Bierstadt den Wunsch vortrug, aufgrund der bereits bestehenden Schulpartnerschaft zwischen dem College Jules Ferry und der Theodor-Fliedner-Schule auch eine Partnerschaft zwischen den Kommunen einzurichten. Nach kurzer Diskussion darüber, ob und wie man das überhaupt beschließen könne, stimmte der Ortsbeirat zu und der Partnerschaftsverein wurde gegründet. Seine Aufgabe sollte sein, den Austausch zwischen den Bürgern zu fördern und durch das bessere gegenseitige Verständnis die europäische Einigung, die Frieden und Wohlstand garantiert, weiterzuentwickeln.
Sind wir in den vergangenen 20 Jahren dieser Aufgabe gerecht geworden? Ich antworte besten Gewissens mit „JA". Ohne Schüleraustausch hat der Partnerschaftsverein 12 Fahrten mit Vereinen und Einzelpersonen (zwischen 5o und 9o Teilnehmer) nach Terrasson organisiert, 12 mal war Terrasson mit etwa gleicher Personenzahl in Bierstadt zu Gast. Die beteiligten Vereine waren: Männergesangverein, Gesangverein Frohsinn, FC 34 Bierstadt, Turnverein, Heimatverein, Kinderzirkus der ev. Kirche, Landfrauenverein, Akkordeonklub Wiesbaden, Prinzengarde.
Zur besseren Kenntnis der Nachbarländer tragen auch unsere Herbstfahrten, die seit 1998 regelmäßig stattfinden, bei. Sie haben uns nach Frankreich, Belgien und Luxemburg geführt. Für 2011 haben wir als Ziel ein touristisches Niemandsland gewählt, die belgische Provinz Luxemburg. Glauben Sie mir, die Fahrt wird interessant, vergessen Sie nicht, sich anzumelden.
Der dritte Schwerpunkt unsere Aktivität liegt darin, dass die Nachbarschaft zu Frankreich und Belgien auch eine kulinarische und handwerklich-künstlerische Dimension hat. Die kann man auf unserem Ostermarkt und auf dem Weihnachtsmarkt von Terrasson erfahren. Ich danke allen Vereinen und Einzelpersonen in Terrasson und Bierstadt/insbesondere dem Vorsitzenden des Comité de Jumelage Patric Chouzenoux und unserem langjährigen Vorsitzenden Alfred Heil, dass sie durch ihre dynamische, herzliche, bürgernahe und vom europäischen Geist beseelte Arbeit zum Erfolg unserer Unternehmungen beigetragen haben und beitragen.
Der Freundschaftspakt mit Theux
Theux ist seit 1994 mit Terrasson verschwistert, und seit dieser Zeit bestehen auch Kontakte zu uns. Wir treffen uns bei den gemeinsamen Vorstandssitzungen, auf dem Weihnachtsmarkt und auf dem Ostermarkt. Da wir 1994 nicht einmal wussten, wo Theux lag, unternahmen wir zwei Herbstfahrten dorthin, 2001 und 2005 zum Mittelalterfest von Franchimont. Gegenbesuche machten zwei Delegationen, die an Kerbeumzügen teilnahmen, die Sänger von "In extremis" und die Volkstanzgruppe "Les Marihas". Wichtig ist uns auch, dass es seit drei Jahren einen Schüleraustausch gibt, der ohne die Kontakte des Partnerschafts-Vereins nicht zu Stande gekommen wäre.
Die lange Bekanntschaft wird heute mit einem Freundschaftspakt besiegelt. Mein Dank geht an das Comité von Theux und seinen Vorsitzenden Andre Frederic, die durch ihr Engagement diesen Schritt ermöglicht haben. Der Sinn des Vorhabens ist der gleiche wie in der Partnerschaft mit Terrasson. Im Falle Theux kommt noch dazu, dass unsere Kenntnisse über Belgien lückenhaft sind und bestimmt verbessert werden können. Interessant ist auch, dass 84 deutsche Großstädte eine französische Partnerstadt haben, aber nur 10 eine belgische. Wiesbaden hat ab heute zwei.
Ausblick
Die Europäische Union existiert, der Euro ist eingeführt. Die Frage stellt sich: Wozu braucht man noch Partnerschaften mit Ländern, von denen uns keine Grenze trennt? Die Ereignisse des letzten Jahres, insbesondre das griechische Haushaltsdefizit und der Flüchtlingsansturm nach Lampedusa, führten fast überall in Europa zum Anwachsen der nationalistischen und euroskeptischen Stimmen. Ein Grund dafür liegt vielleicht in Deutschland auch darin, dass die Generation der Politiker, die jetzt die Zügel ergreift, nicht mehr geprägt ist von der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg, und die die Propaganda, die Deutschland von Erbfeinden umgeben darstellte, nicht erlebt hat. Die Euroskeptiker glauben durch nationale Politik den Krisen begegnen zu können und vergessen dabei, dass die EU trotz aller Kritik an ihr der Garant dafür ist, dass wir in Europa im Frieden leben. Krisen werden auch in den kommenden Jahren nicht ausbleiben. Eine Rückkehr zu den nationalistischen Hochgefühlen, die sich in Fremdenhass und notfalls in Kriegen austoben, führt aber sicher in die Katastrophe. Viele hundert Jahre europäischer Geschichte und die Gegenwart auf dem Balkan sind dafür das beste abschreckende Beispiel.
Der Partnerschaftsverein will seinen bescheidenen Beitrag dazu leisten, dass Stabilität und Wohlstand in Europa auch in Zukunft erhalten bleiben.
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Ansprache von Patric Chouzenoux
1. Ich erinnere an die Höhepunkte der letzten 20 Jahre:
Die Unterzeichnung der Partnerschaft 1991, das Theaterfestival von Terrasson 1995, die Feierlichkeiten zum 10-jährigen Jubiläum usw.
Aber: Reichen diese Höhepunkte aus, um das Europa der Bürger den Bürgern näher zu bringen? Wie sehr waren ihre gewählten Vertreter daran beteiligt? Auf diese Frage gibt es noch keine befriedigende Antwort.
Über ein Geschenk, das die Umstände mit sich gebracht haben, können wir uns sehr freuen.
Es ist die Begegnung von Bierstadt und Theux auf dem Weihnachtsmarkt von Terrasson 1997. In der Tat waren die Mitglieder des Partnerschaftskomitees von Terrasson Urheber und Zeugen dieser ersten Begegnung. Damals waren multilaterale Partnerschaften noch nicht sehr verbreitet, wir waren noch bei den bilateralen. So wurden wir nicht nur Zeugen, dieses Wort ist einfach zu schwach, wir wurden Paten einer neuen Verbindung. Sie ist eine Frucht unseres Weihnachtsmarkts, der seinen dauernden Erfolg seiner Internationalität verdankt. Unsere Patenschaft kann natürlich nicht nur ehrenhalber sein, ein Pate muss sich auch um seine Patenkinder kümmern, und sie sich um ihn. Das ist eine Frage der Solidarität, von der aktuell ja viel die Rede ist. Die Partnerschaft hat auf jeden Fall jetzt drei Glieder, und unsere Tätigkeit wird sich zukünftig in diesem Rahmen bewegen.
HERZLICHE GLÜCKWÜNSCHE und GUTES GELINGEN für den FREUNDSCHAFTSPAKT zwischen BIERSTADT und THEUX. Ihr habt jetzt ein gemeinsames Ziel: Terrasson.
Heute beginnt eine neue Etappe, und wir nutzen die Gelegenheit, um mit Nachdruck daran zu erinnern, dass Europa durch seine Bürger zusammenwachsen muss. Warum soll das gute Beispiel nicht von unten kommen? Wir dürfen der Krisenstimmung nicht nachgeben, nicht dem Gefühl folgen, uns auf uns selbst zurück zu ziehen. Im September 2oo9 haben wir in Terrasson davon gesprochen, dass das Europa der Bürger aufgerufen ist, sich den Anforderungen der Gesellschaft zu stellen. Die Städtepartnerschaften müssen auch ihren Beitrag dazu leisten. Die europäischen Institutionen und ihre Vertreter täuschen sich darin nicht: wir werden immer öfter zu Tagungen und Gesprächen eingeladen. Wir müssen aufmerksam und aktiv mitmachen und unsere Erfahrungen von der Arbeit an der Basis einbringen.
Noch einmal: GLÜCKWÜNSCHE und WOHLERGEHEN für BIERSTADT und THEUX.
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Die Fahrt nach Terrasson vom 22.6. -26.6.
Feier der 20-jährigen Partnerschaft Bierstadt – Terrasson
Fußballturnier von 5 Jugendmannschaften
Nach der Feier zum 20 jährigen Bestehen der Partnerschaft in Bierstadt vom 2. – 4. 6.2011 stand jetzt die 20-Jahresfeier in Terrasson an. Eine kleine Gruppe von 10 Mitgliedern des Partnerschafts-vereins machte sich zusammen mit der B-Jugend des FC 34 Bierstadt bestehend aus 12 Spielern und 3 Betreuern auf den Weg nach Terrasson. Am letzten Schultag vor den Sommerferien nach der Zeugnisausgabe ging es um 20:00 Uhr in Bierstadt los.
Der Donnerstag
Nach 15,5 Stunden kam die Gruppe wohlbehalten und neugierig in Terrasson an und wurde von unseren französischen Freunden mit einem Brunch begrüßt.

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Das Programm für den Donnerstag sah die Erkundung von Terrasson und die Besichtigung der „jardins de l’imagnaire“, der „Fantasie-Gärten“ vor. |
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Müde, aber trotzdem laut singend ging es für die Fußballer und ihre Begleiter gegen Abend in die Unterkunft, den Reiterhof „La Valade“, der etwas abseits von Cublac liegt, einem Ort ca. 3 Km von Terrasson entfernt. Die meisten der Mitglieder des Partnerschaftsvereins wurden von „ihren“ französischen Familien abgeholt.
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Das Abendessen im Reiterhof war ein „Gedicht“; richtig französisch. Suppe, Entrecote in Pfeffersoße mit Pommes Frites, Salat, Käseplatte und Walnusskuchen
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Nach dem ausgiebigen Essen und etwas Verdauungssport gingen die meisten schlafen. Die 4-Bettzimmer waren mit Dusche und WC ausgestattet.
Der Freitag, Cro-Magnon-Tag
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Am Vormittag
ging es los mit der Besichtigung des
Roque St. Christophe.
Dieser Felsen wurde ca. 30000 Jahre bewohnt und ausgebaut. Er diente bis
Ende des 16. Jahrhunderts den Bewohnern der Gegend als befestigte Siedlung
und gehört jetzt zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Nach der Besichtigung gab’s ein typisches französisches Picknick im Wald am Ufer der Vézère. Mit Vorspeise (Fleischpastete), Hauptspeise(Reissalat), Käse, Dessert, Wein, Wasser und Kaffee. Das alles wurde von den 3 guten Seelen des Comité de Jumelage: Bernadette, Dominiqe und Paulette serviert. |
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Nach Besichtung der Nachbildung der berühmten Höhle von Lascaux II ging es zurück in die Unterkunft.
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Am späten Nachmittag fand dann der Höhepunkt der 20-Jahresfeier statt, die Einweihung der Bierstadt-Anlage. Mit Blasmusik, Chorgesang und Reden wurde das Schild „SQUARE de BIERSTADT“ feierlich enthüllt. Die aus Eltville mitgebrachten Rosenstöcke „Hildegard von Bingen“ werden hier sicher einen schönen Platz finden, blühen und gedeihen wie die 1991 gepflanzte Eiche
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Danach wurde zum „Vin d’honneur“, zum Begrüßungsschluck des Bürgermeisters
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Das Festessen fand im Reiterhof statt
Aperitif im Schatten der alten Bäume bei ca. 30° C.
Der Speisesaal |
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Der Samstag, das Fußballturnier Schon um 9:00 Uhr ging’s los zum Aufwärmen in das Stadion von Terrasson. Eigentlich wäre „Aufwärmen“ nicht nötig gewesen, denn die Außentemperatur versprach Höchstwerte bis 36°C im Schatten (!). Der Fußballverein von Terrasson hatte ein richtiges Turnier organisiert. Es kamen noch 3 Mannschaften aus der näheren Umgebung, so dass jede Mannschaft 4 Spiele absolvieren musste; 2 vormittags und 2 nachmittags.
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| Die Mannschaft Die Spieler Die Fans | |
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| Die Siegerehrung beginnt Hurra, der 2. Platz |
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Die Bierstadter Fußballjugend hat sich tapfer geschlagen und errang den 2. Platz
Gegen 18:00 Uhr war das Turnier zu Ende und es ging zum Duschen in die Unterkunft.
Zum Abendessen hatte sich das Comité de Jumelage mit 2 riesen Paella-Pfannen wieder mal übertroffen.
Um 22:00 Uhr war der schöne Abend zu Ende, da die Abfahrt am nächsten Morgen auf 8:00 Uhr festgelegt war.
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Schön war’s wie immer. Vielen Dank. Bis zum nächsten mal
Ruth Göbel |
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